Das Hernienzentrum im Saarland

Unsere Praxis ist seit Jahren von der DHG (Deutschen Herniengesellschaft) als Hernienzentrum zertifiziert und zugelassen. Die Beratung und Behandlung der Patienten mit Bauchwandbrüchen erfolgt gemäß den aktuellsten medizinisch-wissenschaftlichen Erkenntnissen der Hernienchirurgie. Die Patientenversorgung unterliegt den Anforderungen der Qualitätssicherung, es finden regelmäßige Maßnahmen zur Re-Zertifizierung statt.

Es ist unser Credo, mit unseren Patienten eine solide Vertrauensbasis aufzubauen. Der beste Weg dahin ist eine umfassende Beratung.

Es gibt inzwischen eine Vielzahl von Operationsverfahren. Umso wichtiger ist es, mit dem Patienten eine individuelle Therapie abzustimmen. Dabei spielen Alter und Körpergewicht sowie die körperliche Belastung in Beruf und Freizeit eine entscheidende Rolle.

Sollte also bei Ihnen ein Leistenbruch oder eine andere Bauchwandbruchform festgestellt worden sein, wenden Sie sich vertrauensvoll an uns im Hernienzentrum und vereinbaren Sie einen Untersuchungs- und Beratungstermin.

Wie macht sich ein Bauchwandbruch bemerkbar?

Bauchwandbrüche (Bauchwandhernien) machen sich meist als schmerzlose Schwellung oder als leichte Schmerzen bemerkbar. Bei körperlicher Belastung, z.B. beim Husten, können die Schmerzen stärker werden. Die Schwellung verschwindet im Liegen in der Regel von selbst oder kann problemlos „weggedrückt“ werden.

Starke Schmerzen sind keinesfalls üblich. Sollten dennoch welche auftreten, deuten sie auf eine Komplikation hin, z.B. Einklemmung. Die Schmerzen im Bereich des Bauchwandbruches treten dann sehr plötzlich und sehr stark auf. In diesem Fall empfehlen wir, sofort einen Chirurgen aufzusuchen.

Arten von äußeren Brüchen

Was ist eine Bauchwandhernie bzw. ein Bauchwandbruch?

Ein „Bruch“ (lateinisch hernia, griechisch hernios “Knospe“) ist eine Ausstülpung des Bauchfells durch eine natürliche oder neu entstandene Lücke in der Bauchwand. In diese Ausstülpung können sich Bauchorgane, wie z.B. Dünndarm, Dickdarm, Blase oder eine Fettschürze hineindrücken und in manchen Fällen auch einklemmen. Eine Einklemmung führt zu zunehmenden Bauchschmerzen.

Im schlimmsten Fall kann es zu einer Durchblutungsstörung des eingeklemmten Bauchorgans oder zu einem Darmverschluss kommen. In einem solchen Notfall ist eine Operation innerhalb von 6 Stunden nötig.

Arten von äußeren Brüchen (externen Hernien):

Arten von äußeren Brüchen (externen Hernien):

  1. Leistenbruch (Leistenhernie, Inguinalhernie)
  2. Hodenbruch (Skrotalhernie)
  3. Schenkelbruch (Schenkelhernie, Femoralhernie)
  4. Nabelbruch (Nabelhernie, Umbilikalhernie)
  5. Oberbauchbruch (Supraumbilikalhernie, epigastrische Hernie)
  6. Narbenbruch (Narbenhernie)
  7. Parakolostomale Hernie (Bruch neben einem künstlichen Darmausgang)

Behandlung

Es gibt drei operative Verfahren:

  1. konventionelle (offene) Bruchoperation ohne Einbringen eines Kunststoffnetzes
  2. konventionelle (offene) Bruchoperation mit Einbringen eines Kunststoffnetzes (spannungsfreie Reparation)
  3. endoskopische bzw. laparoskopische Bruchoperation mit Einbringen eines Kunststoffnetzes (Schlüssellochtechnik z.B. IPOM, TEP, TAPP)

Welches Verfahren für wen:

  1. Konventionelle (offene) Bruchoperation ohne Kunststoffnetz bei:
    • Jugendlichen/ Kindern sowie Erwachsenen mit kleinen Bauchdeckenbrüchen.
  2. Konventionelle (offene) Hernienoperation mit Kunststoffnetz (spannungsfreie Reparation) bei:
    • älteren Patienten (> 30 Jahre)
    • großen Hernien (Brüchen)
    • wieder aufgetretenden Brüchen (Rezidivhernie)
    • der Notwendigkeit schneller körperlicher Einsatzfähigkeit nach der Operation, z.B. aus beruflichen Gründen
    • bestimmten Risikofaktoren z.B. COPD
    • schwerer körperlicher Arbeit
  3. Endoskopische bzw. laparoskopische Verfahren bei:
    • wieder aufgetretenen Brüche (Rezidivhernien)
    • multiplen Narbenbrüche
    • bestimmten Risikofaktoren (z.B. COPD, schwerer körperlicher Arbeit, übergewichtigen Patienten).
    • beidseitigem Leistenbruch
    • erwachsenen Patienten

Nachsorge

Nachbehandlung der Bauchwandbrüche

Im Allgemeinen treten nach dem Eingriff keine großen Beschwerden auf, da wir auf eine individuell abgestimmte Schmerzbehandlung größten Wert legen. Sie werden auch ohne große Einschränkungen schnell wieder einsatzfähig sein.

Wunddrainagen kommen nur in Ausnahmefällen zum Einsatz. Die Haut wird in der Regel mit einem selbstauflösenden Faden verschlossen, so dass die Entfernung des Nahtmaterials nicht erforderlich ist.

Der erste Verbandswechsel findet am Tag nach der Operation statt. Am Tag nach der Operation dürfen sie bereits wieder duschen.

Die Dauer der Arbeitsunfähigkeit beträgt je nach beruflicher Belastung 3 bis 14 Tage.

Nach Abschluss der Wundheilung (10 bis 14 Tage) sind Schwimmen, Fahrradfahren und alltägliche Aktivitäten erlaubt.

Beim klassischen Verfahren ohne Netzimplantation ist eine körperliche Schonung für ca. 6 Wochen erforderlich, da bei diesem Verfahren körpereigenes Gewebe durch eine spezielle Nahttechnik „gerafft“ wird und daher „unter Spannung“ steht.

Bei sehr großen Bauchwandbrüchen (z.B. Narbenhernien und parakolostomale Hernien) ist eine längere körperliche Schonung für ca. 4 Wochen erforderlich.

Beim spannungsfreien Verfahren (offen oder endoskopisch) ist eine körperliche Schonung für ca. 1 bis 2 Wochen ausreichend.

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